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Fütterungs-ABC

Vom Laubfresser zum Hafermotor

Der Ursprung des Pferdes führt uns rund 60 Millionen Jahre zurück. Damals war es ein ca. 50 cm grosses Säugetier ;das EOHIPPUS, mit 3-bzw. 4- strahligen Füssen. Durch mehrere Umwandlungen entstand vor rund 3 Millionen Jahren das bekannte Wildpferd, das EQUUS-PREZEWALSKI.pferdvor 60 Mio. Jahren Während dieser Veränderung entwickelte sich die Spezie vom ursprünglichen Laubfresser zum klaren Grasfresser und zugleich zum bekannten Einhufer. Das Pferd "wanderte" vom Wald in die Steppe. Sein Futterzettel bestand vorwiegend aus überständigem Steppengras. Die Fressdauer betrug damals zwischen 12 - 16 Stunden pro Tag. Je nach Jahreszeit resp. Sonnenintensität, schaltetedas Pferd 6 - 12 Fresspausen ein.

Im Laufe des 2. Jahrtausend vor Christus im vorderen Orient und Ägypten, wurde es als Trag- und Wagentier intensiver und systematischer genutzt.pferdvor 3 Mio. Jahren So soll Israels König Salomo (950 J. v. Chr.) zeitweilig bis zu 15000 Pferde in seinem Heer gehalten haben. Diese Nutzung des Pferdes zwang zweifellos zu einer Umstellung in der Futterwahl und Füt­ter­ungs­tech­nik. Die lange Fressdauer stand nicht mehr zur Verfügung. Die Ge­trei­de­füt­terung hielt Einzug! Texte aus dem 14. Jahr­hun­dert vor Christus beschreiben die Fütterung der Kampfpferde nach einem Training wie folgt: zuerst Wasser danach 3 Hand Weizen, 2 Hand Gerste und 5 Hand Heu.

pferd In den vergangenen 4000 Jahren, der Zeit der der Domestikation des Pferdes, ist Bau und Funktion seines Verdauungsapparates praktisch unverändert erhalten geblieben, während die Anforderungen an das Pferd sehr stark gestiegen sind und die Fütterungspraxis eine grosse Wandlung erlebte und sicher weiter erleben wird.

  benötigt Unterversorgung Überversorgung
Vitamin A 4.5000 I.E/Tag Epithelschutzvitamin, Haut und Schleimhäute, Knochenstoffwechel Sekretion aller Schleimdrüsen geht zurück, erhöhte Infektionsanfälligkeit, Fruchtbarkeitsstörungen, brüchiges Hufhorn, hohe Empfindlichkeit im Bereich der Beugesehne Vergiftungserscheinung, rauhes Haarkleid, Depression, Ataxien
Vitamin D 3000-6000 I.E./Tag fördert die Aufnahme von Calcium und Phosphor bei Fohlen: geringere Futteraufnahme, geringere Mineralisation des Skelettes, bei erwachsenen Pferden keine bekannt Überdosierung gefährlich!! Bereits eine einmalige, massive Überdosierung (5000 IE/kg) führt zu bleibenden Schäden! Lahmheiten, Nierenversagen, Gewebeverkalkungen, Tod
Vitamin E 600-1.00 mg/Tag Antioxidans, Funktion und Struktur von Herz-und Skelettmuskulatur "Gelbfettkrankheit" bei Fohlen, degenerative Veränderung insb. an der Muskulatur Überdosierungen werden toleriert
Vitamin K ( wird im Darm durch Mikroorganismen hergestellt) unentbehrlich für Blutgerinnung Fohlen sind wegen ihres noch nicht voll entwickelten Dickdarms auf Zufuhr über die Milch angewiesen nur bei zusätzlichen Gaben intravenös möglich
Vitamin B1, B2 und B12   bei ausgeglichener Fütterung und qualitativ hochwertigen Futtermitteln (vor allem genügend Heu) keine Mängel zu erwarten  
Folsäure 20 mg/Tag   Anämie, Leistungsschwäche, vor allem bei ausschließlich im Stall gehaltenen Pferden  
Biotin (wird im Darm synthetisiert; s.B-Vitamine)   bei weichem Hufhorn oder Hornspalten langfristig 18 mg/Tag zusätzlich möglich  
Vitamin C (wird im Darm synthetisiert; s.B-Vitamine)   Mangel möglich bei Stress (Infektionen, Hitze)  

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